Zauberschöne Weihnachts-Bücher

Seit gestern sind bei uns Weihnachtsferien – und meine Jungs nehmen uns viel Zeit zum Backen, Spielen, Freunde treffen und natürlich (vor-)lesen. Hier vier unserer liebsten Weihnachtsbücher. (Aufgrund der Verlinkungen kennzeichne ich diesen Artikel als unbezahlte Werbung – Bücher selbst gekauft oder Rezensionsexemplare.)

Antonella und ihr Weihnachtsmann*

… war schon als Kind mein Lieblingsweihnachtsbuch – dicht gefolgt von Tipp 2 und 3. Barbara Augustin – die ich in diesem Jahr kennenlernen durfte – erzählt von der kleinen Antonella, die in einer italienischen Kleinstadt am Meer lebt. Als einzige in ihrer Klasse glaubt sie noch an den Weihnachtsmann und wird dafür von den anderen Kindern ausgelacht. Dabei ist der Weihnachtsmann ist ihre einzige Hoffnung!

Antonella wünscht sich nichts sehnlicher, als ein paar Rollschuhe. Aber ihre Eltern sind arm und haben kein Geld für Geschenke. Also schreibt Antonella einen Wunschzettel. Weil ihr niemand sagen kann, wo der Weihnachtsmann wohnt, schickt Antonella den Wunschzettel schließlich mit einem roten Luftballon Richtung Nordpol. Nach einer langen Reise landet ihr Brief an den Weihnachtsmann auf einem Schulhof in Budapest. Und die ganze Klasse 8 a wird zu Antonellas Weihnachtsmann.

Das von Gerhard Lahr zauberhaft illustrierte Buch, erstmals erschienen 1969, hat nichts von seinem liebevollen Charme verloren und rührt mich immer noch zu Tränen. Auch meine Kinder lieben es sehr. Wir haben die Ausgabe von vor ein paar Jahren, die aktuelle sieht wieder aus wie die Originalausgabe, die bei meiner Mama im Regal steht. 

© Biber & Butzemann

Hirsch Heinrich*

Ein weiteres Buch, das seit meiner Kindheit zu keinem Weihnachtsfest fehlen durfte, ist „Hirsch Heinrich“. Fred Rodrian – zu DDR-Zeiten Leiter des Kinderbuchverlags Berlin – erzählt die Geschichte des Zehnenders Heinrich, der nach einer langen Reise aus China im Berliner Tierpark ankommt. Zunächst vermisst der Hirsch seinen Wald, aber die täglichen Besuche netter Kinder lassen sein Heimweg schnell verblassen. Doch dann naht Weihnachten und jeden Tag kommen weniger Besucher, bis am Heiligabend niemand mehr da ist.

Heinrich fühlt sich schrecklich einsam und beschließt, nach China zurückzukehren. Er springt über das Gatter, verabschiedet sich von den anderen Tieren und macht sich auf den Weg. Doch auch im Wald nagen Einsamkeit und schließlich auch der Hunger an ihm. Zum Glück gibt es auch hier ein paar nette Kinder, die den Tieren einen Tannenbaum voller Leckereien in den Wald bringen. Da verspürt Heinrich plötzlich ein ganz neues Heimweg: nach dem Tierpark. Seine Rückkehr wird Aufsehen erregend.

© Biber & Butzemann

Die Weihnachtsgans Auguste*

Friedrich Wolfs vergnügliches Weihnachtsmärchen von 1946 verzaubert auch heute noch die ganze Familie. Selbst die inzwischen etwas antiquiert anmutende Sprache hat keines meiner Kinder auch nur die Bohne gestört. Denn die geniale Geschichte ist nicht umsonst ein absoluter Klassiker:

Als Opernsänger Luitpold Löwenhaupt im November eine lebendige Gans als Festtagsbraten für den Heiligen Abend mit nach Hause bringt, ist die Familie begeistert. Doch schnell schließen die drei Kinder, die Mutter und das Dienstmädchen die Gans, die inzwischen auf den Namen Auguste hört, ins Herz. Für das siebenjährige Peterle wird „Gustje“ sogar zur besten Freundin, mit der er sich stundenlang unterhält und die schließlich statt im Kartoffelkeller sogar mit im Kinderbett schlafen darf.

Als der Vater auf seinen Weihnachtsbraten besteht, ist guter Rat teuer. Doch Auguste ist schwerer in den Gänsehimmel zu befördern als gedacht – und feiert schließlich äußerst lebendig Weihnachten mit Familie Löwenhaupt. Im Pullover.

© Biber & Butzemann

Wer hat den Lebkuchen stibitzt?*

Dieses Buch von Maria Stalder haben wir erst in diesem Jahr entdeckt. Die Geschichte ist jetzt nicht wirklich spannend, weil man von vorn herein weiß, dass der Fuchs der Übertäter ist, aber für jüngere Kinder niedlich erzählt.

Was dieses Buch auszeichnet ist aber gar nicht so sehr der kurze Text, sondern die Zeichnungen. Sie sind einfach wunderschön und erfreuen auch die vorlesenden Eltern. Darum bekommt das Buch von atlantis/Orell Füssli von mir ein „empfehlenswert“ für Kinder von 3-6 – und für alle, die sich an zauberhaft illustrierten Büchern erfreuen.

© Biber & Butzemann

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