Nicht nur für kleine Hexen: Zauberhafter Harz

Ottfried Preußlers “Die Kleine Hexe”* erobert gerade die Kinoleinwand. Gedreht wurde natürlich auch im Harz. Mehr über diese zauberhafte Ferienregion für die ganze Familie verrate ich euch heute.

Um den Harz – vor allem natürlich um den auch als Blocksberg bekannten Brocken – ranken sich zahlreiche Sagen und Legenden. Am 30. April wird hier wieder die Walpurgisnacht gefeiert – so spektakulär wie nirgendwo sonst in Deutschland.

Die mittelalterlichen Altstädte dienten schon oft als Filmkulissen. Auf dem wunderschönen Wernigeröder Schloss wurden zum Beispiel „Das kleine Gespenst“ und „Schneeweißchen und Rosenrot“ gedreht. Mindestens ebenso zauberhaft wie Wernigerode ist Quedlinburg. Ein Spaziergang durch die Altstadt und hoch zum Schloss und Domstift ist ein absolutes Muss für alle, die sich ab und zu in alte Zeiten träumen. “Harry Potter”-Fans werden bestimmt an Winkelgasse und Hogwarts denken müssen.

© Biber & Butzemann
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Das verwunschene Bodetal

Ein guter Ausgangspunkt, um den Harz zu entdecken, ist Thale. Von hier aus lassen sich innerhalb einer Autostunde alle spannenden Sehenswürdigkeiten erkunden, nicht nur im Ost-, sondern auch im Westharz. Ein Muss von Thale aus ist eine Wanderung durchs verwunschene Bodetal bis nach Treseburg. Weil es ohne Steigungen immer am Fluss entlang geht, ist die Wanderung auch für Kinder gut geeignet.

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Zurück geht es dann am besten mit dem Bus. Mit ganz kleinen oder laufmüden Kindern kann man auch nur ein kleines Stückchen an der Bode entlang und dann wieder zurück gehen. Am meisten Spaß macht die Wanderung, wenn man sich an der Touristinfo einer der Hexen anschließt, die viel Spannendes zu erzählen haben. Für Kinder ein unvergessliches Erlebnis.

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Im Allgemeinen finde ich immer, man muss es mit Kindern mit dem Wandern nicht übertreiben. Den Weg hinauf zum Hexentanzplatz (mit Tierpark, Sommerrodelbahn, kopfstehendemHexenhaus etc.) können auch Seilbahn oder Auto übernehmen, zur Roßtrappe führt ein Sessellift. Letzterer ist sogar in der Harzcard inklusive – eine überaus lohnende Anschaffung für Familien, die im Urlaub viel sehen und erleben wollen. Im 5-Tages-Ticket ist sogar die sonst recht teure Fahrt mit der Brockenbahn auf Norddeutschlands höchsten Berg inklusive.

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Hoch hinauf und tief hinab: Berge und Höhlen

Auf dem Brocken herrscht fast immer Nebel. Meist ist es dazu lausig kalt und windig. Wenn ihr mich fragt, kann die Geschichte mit den Hexen auf dem Brocken unmöglich stimmen – den armen Hexen wäre der Allerwerteste am Besen festgefroren. Die tolle Aussicht kann man nur selten genießen. Sehenswert ist das Brockenhaus mit seiner kleinen Naturausstellung, dem virtuellen Hexenbesenflug und der Wetterstation. Dann vielleicht noch ein kleiner Snack beim Brockenwirt und man kann sich nach spätestens zwei Stunden schon wieder auf den Rückweg machen.

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Der Harz ist auch unter der Erdoberfläche sehenswert. Spannend für Kinder und Erwachsene ist ein Besuch der Rübeländer Tropfsteinhöhlen und der Bergbauhöhle in Ilfeld.  Im Westharz, nahe Goslar, wartet zudem das riesige ehemalige Silberbergwerk Rammelsberg. Und wenn man dann schon in Goslar ist, sollte man sich unbedingt die Kaiserpfalz ansehen – das älteste, nichtkirchliche Gebäude Deutschlands.

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Kleine, feine Ausflugsziele für die ganze Familie

Und dann gibt es da noch die vielen, kleinen, feinen Ausflugsziele, die man nebenbei mitnimmt und die Eltern und Kindern gleichermaßen Spaß machen. Dazu gehören zum Beispiel das Luftfahrtmuseum und das Baumkuchenhaus Wernigerode, die wunderschöne, italienisch anmutende Gartenlandschaft der Roseburg, das Abenteuerland Königsaue oder die Glasbläserei in Derenburg. Das absolute Highlight meiner Söhne war die Burgruine Regenstein. Hier können Kinder abenteuerlich auf den Felsen herumklettern, in die die Räume der Burg geschlagen wurden.

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Bei schlechtem Wetter locken unzählige Bäder und Thermen. Viele sind ebenfalls in der HarzCard inklusive. Ein netter Indoor-Spielplatz ist “Das verrückte Bauspielhaus” in Thale.

Mehr über den zauberhaften Harz erfahrt ihr in unseren Kinderbüchern “Zauberhafte Ferien im Harz – Lilly, Nikolas und die Hexen”*,  “Biber Paul auf Reisen : Der Harz”* und  “Abenteuer zwischen Kyffhäuser und Westharz – Lilly und Nikolas auf den Spuren der ersten deutschen Herrscher”*.

Die Adressen der genannten Ausflugsziele findet ihr hier.

*Mit dem Kauf eines Buches über diesen Link unterstützt du den Blog.

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Der Hexentanzplatz war mir zu touristisch und verkaufsorientiert mit seinen Rummelbuden. Gleichzeitig sah vieles hingestellt und lieblos aus. Ansonsten ist der Harz als Urlaubsregion genial.

    1. Biber & Butzemann sagt:

      Das sehe ich genauso. Aber ein Besuch lohnt sich trotzdem, finde ich, wegen des tollen Ausblicks, des Tierparks und der Sommerrodelbahn.

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