Bücherreise um die Welt

Nicht jeder hat die Möglichkeit, spannende Ferien fern der Heimat zu erleben. Doch mit den richtigen Büchern wird selbst der Urlaub auf Balkonien oder am nächsten Baggersee zum Abenteuer. Die Bücher, die ich euch heute vorstelle, laden euch zu einer aufregenden Reise um die Welt ein: Sie entführen euch nach Griechenland und Schottland, nach Skandinavien und San Francisco. (Werbung/unbez.)

1. Station: Griechenland

„Matti und Max – Abenteuer auf Kreta“

Durch eine Kofferverwechslung lernt Max am Flughafen Heraklion Matti kennen. Die beiden Jungs sind sich sofort sympathisch. Umso erfreuter ist Max, als er Matti einige Stunden später im Hotel in Matala an der Südküste Kretas wiedertrifft.

© Biber & Butzemann

Während die Eltern den ersten Urlaubsabend am Pool genießen, erkunden Matti und Max Matala. Am Stand entdecken sie geheimnisvolle Höhlen in einem riesigen Felsen. Doch ein seltsamer Mann stoppt ihren Entdeckerdrang. Dieser Frank, angeblich das letzte Blumenkind von Matala, behauptet, die Höhlen wären gesperrt und gefährlich. Irgendetwas kommt Matti und Max komisch vor. Und was soll das eigentlich sein, ein Blumenkind?

Am nächsten Tag erklimmen sie die Höhlen vom Wasser aus – und finden eine Art Schatzkarte. Gemeinsam versuchen die Freunde, die Symbole auf der Karte zu entschlüsseln. Ein gefährliches Abenteuer beginnt…

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Als großer Kreta-Fan (ich durfte dort sogar ein Semester studieren) war ich sehr gespannt auf das Buch – und bin begeistert. Die Orte werden genau so beschrieben, wie ich sie in Erinnerung habe. Auch Kinder, die die größte griechische Insel nicht kennen, erwartet eine atemberaubende Schatzsuche.  Ich hoffe sehr auf weitere Abenteuer von Matti und Max! Infos zum Buch und den tollen Reiseblog von Autorin Sandra Lehmann findet ihr hier.

2. Station: Schottland

Onkel Stan und Dan und das fast ganz ungeplante Abenteuer“*

Wer bei diesem Titel eine völlig abgedrehte Geschichte erwartet, liegt völlig richtig. Dan, der Dachs, wird von den bösartigen Schwestern Martha und Esther McGloone entführt, die ihn zu einem Boxkampf gegen fiese Hunde zwingen wollen. Auch die Lamas Bert, Jennifer, Carlos und Ginalollobrigida werden von den bösartigen McGloones gefangen gehalten. Sie sollen zu Pasteten, Taschen und Socken verarbeitet werden. Dementsprechend depressiv stehen die vier im schottischen Regen.

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Die Lage könnte kaum trostloser sein, als Tierfreund Onkel Stan auf den Plan tritt. Sein Rettungsplan ist zwar noch etwas unausgegoren, aber der alte Einsiedler legt trotzdem schon mal los, die gefangenen Tiere zu befreien.  Ob ihm das mit einem speziellen Tanz, dem Maulwurf in seiner Jackentasche und dem Elektrozaun der McGloones gelingt, müsst ihr selbst lesen.

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Die schottische Autorin A. L. Kennedy gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen englischen Schriftstellern. Nun hat sie ein Kinderbuch für ihre Patenkinder – die Zwillinge der bekannten Schauspielerin Tilda Swinton – geschrieben. Das Ergebnis ist eine total schräge und manchmal ganz schön böse Geschichte voller Fantasie, Humor und brillantem Wortwitz. Die genialen Illustrationen von Gemma Correll passen perfekt dazu.  Wir sind jedenfalls komplett begeistert von diesem Feuerwerk an skurrilen Figuren und Ideen. Erscheinen ist die deutsche Verion bei Orell Füssli

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3. Station: Skandinavien: „Der lächelnde Odd und die Reise nach Asgard“*

Wikingerjunge Odd hat seinen Vater verloren und hinkt seit einem Unfall schwer. In dem kleinen Dorf ist er ein Außenseiter und der neue Mann seiner Mutter begegnet ihm nicht gerade mit Zuneigung. Doch Odd erträgt sein Schicksal klaglos und nichts kann ihm sein Lächeln nehmen.

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Als der Winter nicht mehr endet, macht sich der Junge auf den Weg zu alten Hütte seines Vaters im Wald. Hier begegnet er einem Fuchs, einem Bären und einem Adler. Die sprechenden Tiere entpuppen sich als Odin, Thor und Loki, die von den Eisriesen aus Asgard verbannt wurden. Kann ausgerechnet Odd den Göttern helfen, nach Hause zurückzukehren und das Land der Wikinger vom ewigen Winter befreien?

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Bestsellerautor Neil Geiman erzählt diese magische Geschichte aus der nordischen Mythologie einfühlsam und poetisch. Das Lesen ist wie eine kühle Briese an heißen Sommertagen. Die deutsche Ausgabe ist im Arena Verlag erschienen. Neben dem preiswerten Taschenbuch für 5,99 Euro gibt es eine außergewöhnlich schöne Hardcover-Version für 15 Euro, die mit den tollen Illustrationen und der aufwendigen Gestaltung das Herz jedes Buchliebhabers höher schlagen lassen wird. Ein echtes Schmuckstück im Bücherregal.

4. Station: San Francisco

„Mr Griswolds Bücherjagd: Das Spiel beginnt“*

Emilys Familie führt ein außergewöhnliches Leben: Mit dem Ziel, in jedem Bundesstaat der USA für einige Monate zu leben,  reist sie durch Amerika. Auf den Umzug nach San Francisco freut sich Emily besonders. Hier lebt Garrison Griswold, Verleger und Gründer von „Mr. Griswolds Bücherjagd“. Bei diesem Spiel verstecken Lesebegeisterte wie Emily Bücher, die durch das Lösen von Rätseln von anderen Bücherjägern gefunden werden.

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Nun hat Mr. Griswold ein sensationelles neues Spiel angekündigt. Doch direkt nach Emilys Ankunft in San Francisco wird er von Unbekannten angegriffen und liegt im Koma. An der U-Bahnstation, an der der Überfall passiert ist, entdecken Emily und ihr neuer Freund James ein Buch.

Die besondere Ausgabe von E.A. Poes „Der Goldkäfer“ ist vermutlich der einzige Schlüssel zu Griswolds neuem Spiel. Emily ist Feuer und Flamme. Doch sie ist nicht die einzige, die das Rätsel unbedingt lösen will. Ein gefährlicher Gegner ist ihr und dem Buch dicht auf den Fersen. Gleichzeitig findet die Eigenbrötlerin Emily zum ersten Mal einen wahren Freund und einen Ort, an dem sie zuhause sein will.

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Die atemberaubende Bücherjagd ist perfekt für Kinder von 8 bis 12, für Buchliebhaber jeden Alters und für San Francisco-Fans. Temporeich, mit sympathischen, vielschichtigen Charakteren,  spannenden Ausflügen in die Literaturgeschichte und einem überraschenden Ende überzeugt das Buch auf ganzer Linie.  Kein Wunder, dass es die Bestsellerliste der New York Times erobert hat. Von Jennifer Chambliss Bertmann möchten wir mehr lesen – wie gut, dass die Übersetzung des zweiten Bandes gerade bei Mixtvision erschienen ist.

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