Mystisches Allgäu

Von Alexandra Benke

Die Jahreszeit, in der sich die Nebelgeister besonders gerne draußen tummeln und sich wie Zuckerwatte um Bäume und Berge legen, ist genau der richtige Zeitpunkt, einen Ausflug ins mystische Allgäu zu unternehmen. Ob man mit den Kindern den kleinen Berg zur Burgruine Falkenberg erklimmt oder Schloss Neuschwanstein und Hohenschwangau besichtigt: für Abwechslung ist auf jeden Fall gesorgt.

Verwunschene Seen und aufregende Burgen

Wer sich traut, kann auch um den sich manchmal rot verfärbenden Alatsee spazieren.   Um dieses Gewässer ranken sich allerhand Sagen und Mythen: Fabelwesen sollen dort hausen und sogar Gespenster umgehen…

Wollen die Kinder selbst Ritter oder Burgfräulein spielen? Dann auf zur Burgruine Eisenberg und Hohenfreyberg (Eintritt frei)! Dort können die Kinder die Burgruinen selbständig erkunden. Anschließend kann man sich in der Schlossbergalm (mit Burg-Spielplatz und Ziegen zum Streicheln) stärken.

Hochseilgarten, Stadtbummel und Abende am Kamin

Für Nervenkitzel ist auch im Hochseilgarten oder auf dem Waldkronenweg bei Füssen gesorgt. In- und Outdoor kann hier die ganze Familie bei jedem Wetter Kletterabenteuer erleben. Wenn Mama dann mal Lust hat, bummeln zu gehen, bieten sich die schönen Städtchen Füssen und Kempten an. Hier kann man entspannt durch abwechslungsreiche Geschäfte ziehen.

Wenn dann alle  am Abend erschöpft in der Ferienwohnung am knisternden Kanonenofen oder Kamin sitzen und draußen der Wind gespenstisch um die Hausecke pfeift, kuschelt sich die ganze Familie unter die Decke und liest Abenteuerbücher rund um das Schloss Neuschwanstein. So, wie man sich im mystischen Allgäu immer schon abends spannende Geschichten erzählt hat.

Jede Menge weitere Ausflugstipps findet ihr hier.

Einen magischen Herbst wünscht euch

Alexandra Benke

© Alexandra Benke

Die Autorin: Alexandra Benke hatte schon immer eine Schwäche für das Schreiben, den Zauber der Natur und ihre Heimat Bayern. In ihren Büchern über die vier Freunde Lotta, Xaver, Tim und Rosalie bringt sie ihre Leidenschaften zusammen und schreibt spannende Abenteuergeschichten mit viel Naturmagie und regionalem Flair. Bisher erschienen sind „Geheimnis um die Rauhnächte – ein Jahr voller Abenteuer in Oberbayern“*, „Geheimnis um die Wildtiere – Abenteuer zwischen Tegernsee und Chiemsee“*  und „Geheimnisse rund um das Märchenschloss – Ein Bauernhof-Abenteuer im Allgäu“*.  Die Lehrerin und Schulpsychologin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Katzen in der Nähe des Ammersees.

Leseprobe  „Geheimnisse rund um das Märchenschloss – Ein Bauernhof-Abenteuer im Allgäu“*

© Alexandra Benke

„Da ging plötzlich die Stalltür auf und Resi trat heraus: „So, Mädels, jetzt ist es bald soweit. Ihr könnt schon mal die Jungs zusammen trommeln!“. Das ließen sich die beiden nicht zweimal sagen. Rosalie konnte sich zwar noch immer nicht erklären, warum sie unbedingt dorthin musste, aber das war ja auch egal. Ein Lagerfeuer bei einer Burgruine war schon Grund genug!

„Schaut mal, die Ziegen dort!“, rief Xaver begeistert, als sie an der Schlossbergalm ankamen. „Das Zicklein ist ja süß!“ rief Lotta, rupfte gleich etwas Löwenzahn aus und steckte ihn durch den Zaun. „Ich bekomme schon wieder Hunger!“, rief Tim, als er die Tafel vor dem Gasthaus mit Aussicht auf die Allgäuer Alpen sah: Kässpatzen, Kaiserschmarrn, Bergfladen mit Käse und frischen Kräutern … Aber gleich fiel ihm sein wahres Ziel wieder ein.  „Kommt schon! Hier geht es hoch!“, versuchte Tim jetzt die anderen anzutreiben, denn er konnte es kaum erwarten.

„Wenn wir rechts lang gehen, ist es nicht so steil“, schlug Resi vor und zeigte auf ein kleines Schild. „Aber links sind es nur 15 Minuten, das ist besser!“, drängte Tim und das leuchtete den anderen Kindern ein. Klar, 15 Minuten waren kürzer als 25 Minuten, und so machten sie sich schnellen Schrittes auf nach oben. „Aber auch steiler … Also nicht so hastig!“, rief Resi den Abenteurern nach.

Es war noch Zeit bis zum Lagerfeuer, also liefen sie erst zur Ruine Hohenfreyberg. „Klasse!“ rief Xaver und rannte los, obwohl er eigentlich schon außer Puste war. „Die ist ja noch viel größer als Falkenstein! Ich bin Ritter Kunibert!“, schrie Tim und streckte einen Ast als Schwert in die Luft. Xaver lachte. „Oh. Schau mal, hier war die Backstube!“ Sein Freund zeigte auf ein Schild. Dann liefen die Jungs weiter durch alle Räume der ehemaligen Burg und durch die Gänge, die um die Ruine herumführten.

„Kommt mal hier rauf!“, winkte Lotta nun die Jungs zu sich. Sie stand mit Rosalie auf einer Art Turm, von dem aus man einen herrlichen Ausblick über die Allgäuer Alpen und die Umgebung hatte. „Hallo Resi, hier oben sind wir!“, rief sie der Bäuerin zu. Sie hatten Friedrichs Tante für eine Weile aus den Augen verloren, als sie losgestürmt waren. Aber nun sahen sie, dass sie es sich mit dem Picknickkorb unterhalb der Burg gemütlich gemacht hatte und zurückwinkte. Der Abendhimmel war in satten Lila-Orange-Tönen gefärbt.

„Das ist ein magischer Moment!“, murmelte Rosalie leise vor sich hin. Sie war ganz versunken in den Anblick der anderen Burgruine vor diesem wundervollen Abendhimmel. Dann stiegen sie die Stufen hinab und machten sich auf, mit den Jungen den Rest des alten Gemäuers zu erforschen…“

Was sie dort Geheimnisvolles finden, erfahrt ihr im Buch.*

© Biber & Butzemann

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