Geheimtipp für Familien: Saarland und Idar-Oberstein

Als Autorin regionaler Feriengeschichte bin ich mit meinem Mann und meinen Jungs viel unterwegs. Dabei gab es in der Vergangenheit so manches Reiseziel, das im Freundeskreis auf Verwunderung stieß. Oft haben wir genau in diesen Regionen die schönsten Ferientage verbracht. Besonders gern erinnere ich mich an die Recherchereise (andere Familien nennen das Urlaub) ins Saarland – für mich ein absolut unterschätztes Reiseziel für Entdecker-Familien.

© Biber & Butzemann

Center Parcs am Bostalsee

Wie die meisten Familien, die in der Region Urlaub machen, wohnten wir im Center Parcs am Bostalsee in Nohfelden. Der Ferienpark im Norden des Saarlandes hat so viele Freizeitmöglichkeiten zu bieten, dass man den Park eigentlich eine Woche nicht verlassen möchte. Aber unsere Mission war es ja, herauszufinden, was das Saarland für Familien zu bieten hat. Mein Kinderbuch „Abenteuer im Saarland“ wäre wohl etwas langweilig geworden, wenn wir nur uns nur mit Baden, Minigolf, Bogenschießen, Tretboot fahren, Bowling, Ponyreiten, Kinderdisco und Co. beschäftigt hätten. Außerdem wäre uns echt einiges entgangen.

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Im Saarland gibt es viele Dinge, die Kinder lieben: Indoorspielplätze, Sommerrodelbahnen und diverse Zoos zum Beispiel. Es gibt aber auch Ausflugsziele, die wir so bisher nur im Saarland gesehen haben. In der Nähe des Bostalsees liegt der sehr empfehlenswerte Naturwildpark Freisen, bei dem man fast die ganze Zeit direkt durch die Gehege läuft und die Tiere ohne störende Zäune beobachten kann. Ein tolles Erlebnis!

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Tolle Dinosaurier in realistischer Landschaft – auch bei Regen

Ein absolutes Highlight für uns alle, vor allem aber natürlich für meine Dino-begeisterten Jungs, waren die lebensechten Dinosaurier im GONDWANA – Das Prähistorium in Schiffweiler. Wir haben schon einige tolle Dinoparks besucht, aber diese Indoor-Variante ist unser absoluter Favorit. Das Gondwana lädt zu einer genialen Zeitreise ein, die man nicht so schnell vergisst.

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Aufregende Höhlen und Bergwerke für Entdecker

Zunächst sollt das Buch den Untertitel „Lilly und Nikolas als Höhlenforscher“ tragen, denn diesbezüglich hat das Saarland einiges zu bieten – von den Schlossberghöhlen Homburg über das Historisches Kupferbergwerk in Beckingen-Düppenweiler bis zum Saarländischen Bergbaumuseum in Bexbach.

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Dann fuhren wir in die deutsche Edelstein-Hauptstadt Idar-Oberstein (Rheinland-Pfalz) – und waren hingerissen. In den Edelsteinminen im Steinkaulenberg bewunderten wir Höhlen voller kostbarer Steine im Fels und in der dazugehörigen Historischen Weiherschleife erfuhren wir, wie die Edelsteine früher bearbeitet wurden. Wie in einem magischen Zauberreich fühlten wir uns in der Edelstein-Erlebniswelt. Kostbare Schmuckstücke entdeckten wir im Deutsches Edelsteinmuseum.

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Auf den Spuren der Kelten

Warum der rote Faden des Buches dann weder die Höhlen noch die Edelsteine geworden sind, liegt daran, dass wir bei unseren Ausflügen immer wieder auf Spuren der Kelten gestoßen sind. Sie waren die ersten, die das Eisenerz abbauten und verarbeiteten, und vermutlich haben auch sie bereits die Edelsteinvorkommen in Idar-Oberstein entdeckt. Seit ich als Teenager Marion Zimmer Bradleys „Die Nebel von Avalon“ (ein Fantasyroman über die Arthus-Saga mit historischen Hintergründen) gelesen habe, bin ich fasziniert von den Menschen der Eisenzeit. Dieses Interesse teile ich mit vielen anderen Schriftstellern. Die alten Mythen der Kelten sollen auch J. R. R. Tolkien und J. K. Rowling inspiriert haben. Geografisch hätte ich die Kelten früher immer in Großbritannien angesiedelt, tatsächlich waren auch die Gallier in Frankreich Kelten und auch in Südwestdeutschland siedelten keltische Völker.

Viel übrig geblieben ist von ihr Kultur nicht, aber der gewaltige Keltenring Otzenhausen gibt ein Gefühl für die Baukunst der Menschen, die vor 2.000 Jahren im Saarland lebten. Der Ringwall auf dem Dollberg ist die größte keltische Festungsanlage in ganz Europa. Inzwischen ist auch der Keltenpark fertig, der zeigt, wie eine typische Siedlung ausgesehen haben könnte.

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Im Saarlandmuseum in Saarbrücken kann man unter anderem die Fundstücke der Keltengräber von Reinheim bewundern.

Weltkulturerbe mal ganz anders

Das Saarbrücker Schloss direkt nebenan bietet tollen Kinderführungen, z.B. mit dem Schlossgespenst. Im Weltkulturerbe Völklinger Hütte gibt es nicht nur spannende Klettertouren durch eines der einst größten Eisenwerke Deutschlands, sondern auch viele Infos über das Material, das das Leben der Kelten so sehr beeinflusste. Ihre Schmiedekunst war legendär und ihre Fähigkeiten zur Eisenverarbeitung bildeten die Grundlage für den Reichtum vieler Keltenvölker.

Weitere Tipps fürs Saarland – von der römischen Villa bis zur einsamen Burg an der Saarlschleife, auf der man perfekt Halloween feiern kann – findet ihr unter www.biber-butzemann.de/reisetipps und natürlich im Kinderbuch „Abenteuer im Saarland – Lilly und Nikolas auf den Spuren der Kelten“.

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Buchtipp

„Abenteuer im Saarland“*

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